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Getreideernte fast abgeschlossen – Erträge sehr unterschiedlich
Nachdem in die erst Julihälfte mit wechselhaftem Wetter und Regen nicht gerade eine gute Erntephase erwartet wurde, hat sich die Situation pünktlich zum Erntestart verbessert.
Seit dem konnte ein Großteil der Ernte eingefahren werden.
In höheren Lagen zieht sich die Ernte noch etwas und wird oft durch
Gewitterschauer verzögert.
Die Erträge und Qualitäten sind recht unterschiedlich
ausgefallen. Die guten Ertragserwartungen, welche wir vor der Ernte auf unsere
Feldbegehung in Ostsachsen hatten, haben sich leider nicht bestätigt. Roggen
und Weizen haben oft enttäuscht, anscheinend hat die Trockenheit im April
deutliche Spuren hinterlassen. Es ist zwar viel gewachsen, aber leider nicht
vorrangig das Getreidekorn, sondern oft das Unkraut oder auch die gut gedachten
Untersaaten. Der Reinigungsaufwand ist in diesem Jahr sehr hoch. Körnererbsen
hatten zum Teil so hohen Unkrautbesatz, dass eine Aufbereitung nicht rentabel
war.
Erfreulicherweise konnte Roggen bislang mit sehr guten
Fallzahlen über 200 s geerntet werden. Beim Weizen haben wir bislang viele
Partien mit geringem Rohprotein, etwas im Mittelfeld und noch wenig sehr gute
Qualitäten. Die meisten Proben sind aber noch im Labor. Zur Qualität von Hafer
und Dinkel kann man derzeit noch wenig sagen, da gerade in den
Mittelgebirgslagen noch einiges auf dem Feld steht. Erste Haferpartien sehen
optisch ansprechend aus und lassen auch ein gutes Hektolitergewicht erwarten.
Die Nachfrage nach Öko-Getreide ist derzeit
verhalten. Aus dem Speisebereich gibt es wenig Bewegung. Viele Verarbeiter
geben an, noch alterntige Ware zu verarbeiten und aktuell keinen Bedarf zu
haben. Wie groß die Bestände tatsächlich sind ist schwer einzuschätzen. Futterwerke
nutzten den aktuellen Erntedruck und decken Ihren Bedarf derzeit zu günstigen
Einkaufspreisen für die nächsten Wochen.
Der aktuell begrenzten Nachfrage steht ein größeres Nachernteangebot gegenüber. Wer keine Lagermöglichkeiten hat, versucht sein Getreide kurzfristig zu verkaufen. Manche Anbieter agieren zunehmend nervös und bieten Ihr Getreide zeitgleich mehren potentiellen Kunden zum Kauf an. Dies erhöhte den Druck auf die Preise. Wie groß die Ernte tatsächlich ausfallen wird, kann zum gegenwärtigen Zeitpunkt noch nicht festgestellt werden. Gerade gute Speisqualitäten dürften jedoch eher knapp sein und damit auch einen Preisaufschlag wert sein.
Wir raten deshalb, nach Möglichkeit erst einmal die Ernte
gut einzubringen und lagerfähig zu machen, d.h. reinigen, lüften und falls
erforderlich auch trockenen. Die ÖBS bietet mit dem notwendigen zeitlichem
Vorlauf Lager- und Aufbereitungsmöglichkeiten an. Zur Zeit führen wir die
Probenahme auf den Höfen durch und lassen das Getreide in anerkannten Labors
untersuchen. Somit werden wir in Kürze aussagkräftige Informationen zur
Getreidequalität haben, welche eine wichtige Voraussetzung für die
bedarfsgerechte Versorgung unserer Kunden sind.
Wir stehen jedem interessierten Gäa-Landwirt als
Vermarktungspartner gerne zur Verfügung und freuen uns über Ihren Anruf.
Kontakt: Steffen Mucha, 0351 4905040, 0172 8070324
( Steffen Mucha, 18.08.2009 )
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