Frühjahrsaussaat 2010

(10.03.2010) Sortenempfehlungen des LfULG mehr

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Getreideernte fast abgeschlossen – Erträge sehr unterschiedlich

Nachdem in die erst Julihälfte mit wechselhaftem Wetter und Regen nicht gerade eine gute Erntephase erwartet wurde, hat sich die Situation pünktlich zum Erntestart verbessert.

Seit dem konnte ein Großteil der Ernte eingefahren werden. In höheren Lagen zieht sich die Ernte noch etwas und wird oft durch Gewitterschauer verzögert.

 

Die Erträge und Qualitäten sind recht unterschiedlich ausgefallen. Die guten Ertragserwartungen, welche wir vor der Ernte auf unsere Feldbegehung in Ostsachsen hatten, haben sich leider nicht bestätigt. Roggen und Weizen haben oft enttäuscht, anscheinend hat die Trockenheit im April deutliche Spuren hinterlassen. Es ist zwar viel gewachsen, aber leider nicht vorrangig das Getreidekorn, sondern oft das Unkraut oder auch die gut gedachten Untersaaten. Der Reinigungsaufwand ist in diesem Jahr sehr hoch. Körnererbsen hatten zum Teil so hohen Unkrautbesatz, dass eine Aufbereitung nicht rentabel war.

Erfreulicherweise konnte Roggen bislang mit sehr guten Fallzahlen über 200 s geerntet werden. Beim Weizen haben wir bislang viele Partien mit geringem Rohprotein, etwas im Mittelfeld und noch wenig sehr gute Qualitäten. Die meisten Proben sind aber noch im Labor. Zur Qualität von Hafer und Dinkel kann man derzeit noch wenig sagen, da gerade in den Mittelgebirgslagen noch einiges auf dem Feld steht. Erste Haferpartien sehen optisch ansprechend aus und lassen auch ein gutes Hektolitergewicht erwarten.

 

Die Nachfrage nach Öko-Getreide ist derzeit verhalten. Aus dem Speisebereich gibt es wenig Bewegung. Viele Verarbeiter geben an, noch alterntige Ware zu verarbeiten und aktuell keinen Bedarf zu haben. Wie groß die Bestände tatsächlich sind ist schwer einzuschätzen. Futterwerke nutzten den aktuellen Erntedruck und decken Ihren Bedarf derzeit zu günstigen Einkaufspreisen für die nächsten Wochen.

Der aktuell begrenzten Nachfrage steht ein größeres Nachernteangebot gegenüber. Wer keine Lagermöglichkeiten hat, versucht sein Getreide kurzfristig zu verkaufen. Manche Anbieter agieren zunehmend nervös und bieten Ihr Getreide zeitgleich mehren potentiellen Kunden zum Kauf an. Dies erhöhte den Druck auf die Preise. Wie groß die Ernte tatsächlich ausfallen wird, kann zum gegenwärtigen Zeitpunkt noch nicht festgestellt werden. Gerade gute Speisqualitäten dürften jedoch eher knapp sein und damit auch einen Preisaufschlag wert sein.

 

Wir raten deshalb, nach Möglichkeit erst einmal die Ernte gut einzubringen und lagerfähig zu machen, d.h. reinigen, lüften und falls erforderlich auch trockenen. Die ÖBS bietet mit dem notwendigen zeitlichem Vorlauf Lager- und Aufbereitungsmöglichkeiten an. Zur Zeit führen wir die Probenahme auf den Höfen durch und lassen das Getreide in anerkannten Labors untersuchen. Somit werden wir in Kürze aussagkräftige Informationen zur Getreidequalität haben, welche eine wichtige Voraussetzung für die bedarfsgerechte Versorgung unserer Kunden sind.

 

Wir stehen jedem interessierten Gäa-Landwirt als Vermarktungspartner gerne zur Verfügung und freuen uns über Ihren Anruf.

Kontakt: Steffen Mucha, 0351 4905040, 0172 8070324

( Steffen Mucha, 18.08.2009 )

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